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Die Rosenmontagsfreunde



Die Rosenmontagsfreunde sind aus der Tradition des "Würstesammelns" zu Rosenmontag hervorgegangen. In den früheren Jahren, der Zeitpunkt lässt sich leider nicht mehr genau zurückverfolgen (in anderen Dörfern des Eichsfeldes teilweise auch Tradition), sind junge Burschen mit dem Schifferklavier oder anderen Musikinstrumenten bei den jungen Mädchen zu Hause eingekehrt, spielten dort zum Tanze auf und baten anschließend um eine Wurst. Diese Würste wurden dann in der Gastwirtschaft verzehrt und mit ordentlich Bier und Schnaps begossen. In Desingerode wurden meist Schwartenwürste gesammelt. Es muss wohl in den 60-er und 70-er Jahren gewesen sein, als das Sammeln ein Ende fand. Von nun an traf man sich gleich in der Gastwirtschaft und brachte die Wurst (Eier, Gurken etc.) selbst mit. Vielleicht lag es daran, dass keiner mehr mit dem Schifferklavier zur Verfügung stand.

Es war im Jahr 1978, als der Rosenmontagsfreund Heinrich Schulze Niehoff auf die Idee kam, ein Spanferkel zu stiften. Seither wird jeden Rosenmontag ein Spanferkel verzehrt. Der Stifter wird jeweils ein Jahr vorher bei der Rosenmontagssitzung bestimmt und erhält nach der Stiftung einen sogenannten "Schweineorden" (Karnevalsorden). Bisher hat es keinen Mangel an Stiftern gegeben, eher das Gegenteil ist der Fall.

Weitere Einzelheiten sind der Ortschronik zu entnehmen, die zu beziehen ist über die

Verwaltungsstelle Desingerode
Desingeröder Str. 32
37115 Duderstadt/Desingerode